Kerman

Die Oasenstadt Kerman (Kirman) liegt im Südosten Irans und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provenienz. Nach neuesten Erkenntnissen lebten schon vor ca. fünftausend Jahren die ersten sesshaften Menschen in der Region. Eines der ältesten, noch heute existierten Kerman-Teppiche, wird auf das 16. Jh. datiert. Somit blickt die Provenienz auf eine sehr alte und traditionsreiche Teppichknüpfkunst zurück. Noch heute gehört die Teppichknüpfkunst zu eines der tragenden Säulen der Kultur und Wirtschaft der Stadt.

Die Grundfarben dieser Teppiche sind in der Regel rot, beige und blau. In der Mitte befindet sich häufig ein großes Medaillon. Zwischen dem Medaillon und der Bordüre findet man hin und wieder Exemplare mit einfarbigem Flor. Dieses Muster bezeichnet man als “Kerman-Spiegel”. Die Bordüre weist zumeist florale Motive auf. Die Kette, der Schuss und der Flor bestehen in der Regel aus Baumwolle. Die Knotendichte liegt meist zwischen 150.000 - 400.000 Knoten / m². Gut erhaltene Exemplare sind bei Sammlern sehr begehrt.



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